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Freitag, 17. April 09 um 17:36

Drei Geiger in St. Johannis

Von: St. Johannis Mainz

oder: wer bringt den weltberühmten Geiger Daniel Hope nach St. Johannis

Benefizkonzert zugunsten der Bewahrung von St. Johannis am 7. Juni 2009

Eine gute Tat. Caroline Adomeit, die junge Mainzer Geigerin und mehrfache Preisträgerin spielte in St.Johannis mit großem Erfolg für Human Help Network. Am selben Abend hatte sie den Wunsch, auch für St. Johannis ein Benefizkonzert zu spielen. Zur selben guten Tat war der Geiger Ikki Opitz bereit, in leitender Stellung an der Deutschen Oper Berlin, der einst für die Mainzer Synagoge (*) Benefizkonzerte gab. Er bat Daniel Hope, den berühmten britischen Geiger und Kindheitsfreund aus der Yehudi Menuhin School dazu. Und Daniel Hope – ausgebucht auf den Bühnen weltweit – gab sofort und gern einen Urlaubstag für das Benefizkonzert in St. Johannis. Es war ein Kinderwunsch der beiden, Johann Sebastian Bachs Violin-Doppelkonzert zusammen zu spielen, und so fügt sich die Gelegenheit zur guten Tat, ergänzt durch die Mitwirkung des Kammerorchesters des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz.

Daniel Hopes internationale Karriere füllt Seiten. Er lebte in der Nachbarschaft Yehudi Menuhins, dessen Sekretärin seine Mutter war und wuchs so in die Welt der großen Musiker hinein. Die Menuhin School verließ er früh, erhielt seine Ausbildung am Royal College of Music London bei Prof. Felix Andrievsky, konzertierte vielfach mit Mehnuhin und und ehrt sein Andenken zum 10. Todesjahr gemeinsam mit anderen am 5. 5. 09 in einem Konzert in Frankfurt mit einem Auftragswerk. Neben seiner  Weltweiten Konzertkarriere ersinnt er immer wieder Projekte, die die Musik in den Dienst einer Sache stellen, zuletzt das Großprojekt der Künstler »Tu Was« in Berlin-Tempelhof anlässlich des Gedenkens zum 70. Jahr nach der Reichspogromnacht. Seine Biographie »Familienstücke« findet sich in allen Buchhandlungen.

Caroline Adomeit (Adomeit-Gadd) aus englisch-deutscher Familie, erhielt mit 7 Jahren Violinunterricht am Peter Cornelius Konservatorium in Mainz, wurde mit 13 Jahren Jungstudentin bei Prof. Rissin an der Musikhochschule Karlsruhe, 2002 wurde ihr Mentor Prof. Krebbers, Holland. Seit 2006 studiert sie in der Meisterklasse bei Prof. Kolja Blacher. Sie ist mehrfach Bundespreisträgerin bei Jugend musiziert und erhielt den Sonderpreis des Yfrah Naeman-Wettbewerb in Mainz. Als Solistin spielte sie in der Schweiz, Öesterreich, Polen und Großbritannien. Gegenwärtig erobert sie das Mainzer Publikum, zuletzt im Kleinen Haus des Staatstheaters in ihrer Konzertserie »Saitensprünge«, die sie mit großem Repertoir variiert und in Benefizkonzerten auch in den Dienst für andere stellt.

Ikki Opitz wurde mit 8 Jahren in der Yehudi Menuhin School, London aufgenommen.
Zu seinen Lehrern zählen Yehudi Menuhin, Felix Andrievsky und Mauricio Fuks, in Deutschland Christoph Poppen und Ulf Wallin. Sein Studium beschloss er mit dem Performance Dipl. der Indiana University Bloomington bei Mauricio Fuks und dem  Konzertexamen mit Auszeichnung an der Hanns-Eisler-Musikhochschule Berlin. Meisterklassen mit Igor Ozim, Silvia Rosenberg, Denis Zsigmondy; Studien bei Boris Pergamenschikov an der Mozart Foundation in Krakau und die Teilnahme an Europäischen Musikfestivals formten seinen künstlerischen Werdegang. Weltweite Konzertreisen als Solist und als Mitglied des Opitz-Quartetts. Seit 2002 in leitender
Stellung im Orchester der deutschen Oper Berlin tätig.

Quelle:
Evangelische St. Johanniskirchengemeinde
Bischofsplatz 10
55116 Mainz
www.johannis-mainz.de

(*) Anmerkung: Caroline Adomeit gab ebenfalls ein Benefizkonzert für die Mainzer Synagoge